Von einer Konsum- zu einer Beteiligungskultur

oder

selbst die Welt gestalten

 

In welcher Einstellung zum wirtschaftlichen Aspekt unseres eigenen Lebens werden wir eigentlich erzogen?

Im besten Falle zu einem guten und gut bezahlten Beruf. Lern etwas, dann wirst du was. Dann hast du ein sicheres regelmäßiges Einkommen, wirst anerkannt und kannst dir alles oder doch viel kaufen.

Karriere ist das Zauberwort, aufsteigen auf der Karriereleiter freut die Eltern und Oma und Opa. Doch wer stellt die Leiter auf? Wer definiert die Sprossen? Wo führt sie hin?
 
Die ganze Gesellschaft vom Elternhaus bis zur Universität, vom Lehrherrn bis zur Fachschule bildet die jungen Menschen praktisch ausnahmslos zum Leistungserbringer für die Wirtschaft aus. Doch was ist die Wirtschaft? Was ist ihre Absicht? Wo geht sie hin? Und vor allem WER ist die Wirtschaft, wer wirtschaftet? Wer unternimmt? Wer nutzt die erbrachte Leistung und wozu?
 
Lebenslange Lernfähigkeit ist das moderne Erziehungs- und Ausbildungsziel. Lebenslange Anpassungfähigkeit an sich verändernde Verhältnisse und sich verändernde Anforderungen. Das klingt gut, doch wer verändert Verhältnisse, wer fordert an?

Greift unsere Bildungsmentalität nicht viel zu kurz? Ist nicht selbstbestimmtes Gestalten das wirkliche Ziel, die größte Freude und die größte Pflicht des Menschen als der Krone der Schöpfung
 
So ist die zentrale Frage die sich stellt: Wer gestaltet?
 
und dann: Wer erzieht zum Gestalten?
 
Die Politik kann nur sehr bedingt gestalten, sie hat oft einen sehr engen Spielraum. Besonders solange der Fokus der meisten Menschen auf ihrem monatlichen (Arbeits-)Einkommen liegt, ist die Politik denjenigen auf den Schwanz gebunden die den Wählern dieses Einkommen verschaffen oder verschaffen sollen.
 
Letztendlich sind nur die Eigentümer die wirklich autonomen Gestalter unserer Republik; unmittelbar oder mittelbar treffen sie die grundlegenden Entscheidungen. Sie entscheiden wie gewirtschaftet wird, was wie unternommen wird, sie verändern Verhältnisse und sie fordern Menschen bzw. Arbeitskräfte an oder ersetzen sie durch Maschinen. Sie definieren die Karriereleitern und stellen sie auf - in aller Regel dort, wo sie die Welt nach ihrer Vorstellung, nach ihrem Nutzen ändern wollen. 
 
Deshalb stellt sich die Frage wer heute zum Gestalten erzieht auch so: Wer erzieht zum Eigentum?
 
Muss nicht die ganze Nation ihre innere Haltung ändern? Müssen nicht zunehmend aus Konsumenten Gestalter werden, aus beurteilten und geführten Lohnempfängern selbstbewusste, selbst gestaltende und ihr Leben selbst verantwortende Eigentümer?
 
Das Wachstum eines Menschen geschieht durch eigene Erfahrung, nicht durch Auswendiglernen. Durch eigenes Erfahren entwickelt sich seine "Haltung", nicht durch Beschulen. So muss das Ziel sein den Menschen an die eigene Erfahrung heranzuführen. Im wirtschaftlichen Bereich heißt das an eigene Unternehmungen und eigenen Besitz heranzuführen, denn unternehmen und besitzen heißt gestalten: Sein Umfeld gestalten, sein Land gestalten und sich selbst mit. 
 
Ein allgemeines Recht auf ein Grunderbe, das jedem Bürger und jeder Bürgerin eine faire Kapitalchance bei Eintritt in das Erwachsenenalter gibt, wäre eine massive Aufforderung zu wirtschaftlicher Selbstermächtigung. Es  würde diesen Lernprozess "zu sich selber" in großem Stil und in der ganzen Breite der Bevölkerung einleiten.
 

 
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Kommentare:


Katrina Holschwitz schrieb am 01.03.2017 um 09:45 Uhr

Ich habe ein Projekt namens "SPIELE IN DER ZUKUNFT". Ich habe gehoft das hier könnte mir helfen doch leider habe ich mich geirrt. Falls jemand eine Idee hat kann er sie mir ja hier hin schreiben.Aber trozdem ist die Seite OK.

 


Christoph Prüm schrieb am 12.07.2016 um 22:46 Uhr

Hallo Her Kuhlmann,

nett. was wollen Sie uns mit dem Link sagen?

Gruß, Christoph Prüm


Edmund Kuhlmann schrieb am 12.07.2016 um 22:13 Uhr

Sehen Sie sich mal an: www.studium-abschluss-kredit.de


lena tschinder schrieb am 18.01.2015 um 10:42 Uhr

ist good



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Gut gebildet und ausgebildet werden für die Zwecke anderer reicht für einen Menschen nicht aus.
Die eigentliche Herausforderung lautet:
Selbst die Welt nach eigenem Maß (mit-) gestalten anstatt in ihr gefangen sein als Erfüllungsgehilfe anonymer Kapitalinteressen.

Eigentum hat einen erheblichen Einfluss auf das eigene Leben: Mit einer Grundkapitalausstattung wird die persönliche Freiheit, die Eigenverant-wortlichkeit und die Kreativität gefördert.