Ist Kapitalismus böse?

kapitalist
Unter Kapitalismus wird allgemein ein Wirtschaftssystem verstanden, das in Verbindung mit Eigentum und einer funktionierenden Marktwirtschaft auf die Mehrung des Kapitals ausgerichtet ist.

Ob Segen oder Fluch, da scheiden sich die Geister.

Während die einen ihm die Schuld geben an der Verelendung der „Massen" im 19. Jahrhundert (Marx, Engels etc.), zeigen andere auf, dass er die vom Feudalismus hinterlassene bitterste Armut der Menschen im Verlaufe des 19. und 20. Jahrhunderts in einen beachtlichen Wohlstand verwandelt hat (z.B. v. Miese).

In einer freien Marktwirtschaft - so die Theorie, produziert, besser ermöglicht der Kapitalist - sozusagen als unbeabsichtigtes Nebenprodukt - auch Wohlstand für Andere, denn die „Akkumulation", das heißt die Ansammlung von Kapital nützt allen. Jedes größere Produkt, jedes Haus, jedes Auto, jeder Arbeitsplatz setzt zu seiner Herstellung vorhandenes Kapital voraus. Das positive Ideal des Kapitalismus (und der Marktwirtschaft sowieso) lautet: Derjenige der sein Kapital und seine Kräfte im Markt dorthin schickt, wo sie am besten honoriert werden, der schickt sie automatisch dorthin wo sie für andere den größten Nutzen schaffen. Dass dieses Ideal durch verschiedene Entartungen teilweise pervertiert wird ist eine andere Sache.

Ja durchaus, der Besitz von Kapital ist etwas Wunderbares. Kapital ist - bei vernünftigem Gebrauch - praktisch selbstvermehrend; es ist der Goldesel aus dem Märchen. Für den der genug davon angesammelt hat könnte es die Erlösung sein, zumindest die Erlösung von der Arbeit und von wirtschaftlichen Sorgen.
 
Adam, so sagt die Hildegard von Bingen, lebte im Paradies aus seinem Eigentum und - er hatte noch nie gearbeitet!

Das heutige Paradies des Kapitalismus hat allerdings ein paar ernsthafte Schönheitsfehler. Wenige werden immer reicher, während zur zeit die meisten ärmer werden, auch wenn sie es noch nicht alle gemerkt haben.
 
Die heutige Vermögenskonzentration auf Wenige steht der Machtkonzentration auf Wenige zur Feudalzeit wahrscheinlich kaum nach.

VermoegensV.D 

Global gesehen ist die Ungleichheit noch größer sodass der Kapitalismus für viele in seinen Auswirkungen zu einer lebensbedrohlichen Katastrophe wird.
 
Ein Paradies aber, in dem nicht alle „Paradiesianer" sind, ist für niemanden eines, daran gibt es keinen Zweifel.

Kapital sammelt sich am leichtesten bei denjenigen an, die schon welches haben (siehe oberstes Zehntel der Grafik für Deutschland), das macht sein Selbstvermehrungseffekt. Dabei ist der, der durch Arbeit und geschickte wirtschaftliche Aktivität - und Glück und Intuition - mehr erwirbt als er ausgibt und den Rest sich anspart, um damit etwas Größeres zu machen oder im Alter davon zu leben, in der Regel nicht das Problem sondern ein Segen für die Volkswirtschaft.
 
Die richtigen Probleme, die der Kapitalismus uns macht, entstehen dann, wenn die Akkumulation des gleichen Kapitalstocks über die Generationen hinweg fortgesetzt wird, das heißt wenn die Nachfahren eines Familienclans fast ungebremst durch praktisch nicht vorhandene Erbschaftssteuern mit dem ererbten Vermögen weitermachen können.
 
Das richtige Problem entsteht dann, wenn der Markt nicht funktioniert weil die Teilnahmebedingungen am Markt für die Menschen brutal unterschiedlich sind.
Neuer%20Henkersknoten
Denn der Markt ist ein Monopolyspiel, aber leider kein faires. Einer von den zehn Mitspielern heute beansprucht gleich am Anfang per Erbrecht weit über die Hälfte von allem Spielgeld und von allen Straßen und Häusern. Allein dadurch ist das schon ein perverses Spiel, aber es ist vor allem auch deshalb ein perverses Spiel, weil es gar kein Spiel ist sondern ernst, und weil die anderen neun Mitspieler nicht ausscheiden können, es sei denn, sie scheiden aus ihrem Leben aus.

Die Option der Vergesellschaftung des Kapitals, also der Enteignung aller im Sozialismus/Kommunismus, ist ausgetestet und als nicht menschengemäß befunden worden. Wo immer die Menschen frei entscheiden können, entscheiden sie sich für Eigentum und für ein Marktsystem. Klar ist inzwischen auch, dass die Planwirtschaft, die bei einer Verstaatlichung notwendig würde, nicht funktioniert.
 
Kann man also überhaupt etwas tun?
 
Ja man kann etwas tun ohne die wirtschaftliche Kraft des kapitalistischen Systems nur im Geringsten zu schwächen.

Was wir tun können ist einfach, es ist billig (in jeder Bedeutung des Wortes), es ist leicht zu erklären, es ist maßvoll und vernünftig.
 
Wir können für die jungen Erwachsenen unserer Gesellschaft faire, vermögensbasierte Startbedingungen schaffen, dann, wenn sie in den Markt eintreten. Das sind wir sogar dem herrschenden liberalen Wirtschaftssystem schuldig. Selbst nach Friedrich von Hayek, einem Vordenker eines harten liberalen, marktwirtschaftlichen Systems ist die "Gerechtigkeit der Regelordnung" für das Funktionieren dieses marktwirtschaftlichen Systems entscheidend.  Nach Hayek bilden sowohl die Forderung, dass die Bedingungen oder die Spielregeln, durch welche die relativen Positionen der verschiedenen Menschen bestimmt werden, gerecht sind", als auch der Kampf „gegen alle Diskriminierung" das  Wesensmerkmal liberaler Tradition". Leider hat der Herr Hayek einen großen blinden Fleck, der ihn nicht erkennen lässt, dass es in der Praxis keinen Unterschied macht, ob ein Marktteilnehmer durch den Staat oder durch einen Erblasser privilegiert wird.
 
Die Verknüpfung eines freien, leistungsbasierten Wirtschaftssystems mit einem in völligem Widerspruch dazu stehenden Erbsystem aus der Feudalzeit ist die Katastrophe unserer Zeit, nicht der Kapitalismus oder die Marktwirtschaft selbst. Wenn es uns gelingt die jetzigen enormen Konzentrationen an Eigentum an unserer Welt auf relativ wenige Menschen - nach dem Tode der Eigentümer - wieder in größerem Umfang dem Zugriff der breiten Bevölkerung zugänglich zu machen, dann werden wir einen ungeheuren Segen und eine Explosion der Kreativität erleben. Wenn nicht, dann wird der Kapitalismus an sich selber ersticken oder wieder mal eine Katastrophe auslösen.
 
Wenn ein Monopolyspieler die ganzen Straßen und das ganze Geld bei sich versammelt hat, ist für die anderen das Spiel bekanntlich aus. Für ihn selbst aber auch.

Wir brauchen ein Erbausgleichssystem, das einen angemessenen Teil des durch Tod freiwerdenden Vermögens über einen Erbausgleichsfond und ein gesetzliches Grunderbe für Jeden, in einen breiten, gerechten Vermögens-bildungsprozess der Bevölkerung einschleust. Diese Rezirkulation ist der Weg, wie mit den Nachlässen erfolgreicher Mitmenschen der geringste Schaden angerichtet und der höchste Nutzen erzielt würde.
 
Wir sollten unser Real-Monopoly dringend umbauen: Von einem Endsiegerspiel, dass zwingend von Zeit zu Zeit in einen Crash mündet und  einen Neustart erfordert, zu einem modernen rezirkulierenden Entwicklungsspiel in dem alle gewinnen wenn es gut läuft.




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Kommentare:


paul schrieb am 28.03.2017 um 06:30 Uhr

Es ist vollig absurd zuglauben,dass die kapitalismus eine rollen spiele unterlegen ist,wie hier vorgetragen wird.Das heisst 'die menschen nur durch positive rolle gerecht oder gerechtigkeit erlangen wurden,wenn mehr gerechte resourcen zu verfugung habe.ja dies nennt man richtig utilitarismus im richtigen sinne.

menschen sollte an nicht durch den vorgedachte oder vorgefasste idalismus pragen lassen,wie beim sozialismus odef kapitlismus,wie man von det zeitlichen ablauf kennt.kapital ist etwas ,das mann ohne nicht sich wirtschaftlich definieren kann ,ob adam smith oder karl marx.beide waren von kapital und kapital akummulation begeistert gewsen,aber verteilung war fur beide streitpunkt.

kpital in ihren dynamik nicht teilbyr,sonst gabe keine lebendige impulse,was man in ungleiche anhaufungen erlebet ist eine ethisc ,moralische idealismus,welche die moderne philosophie mit verteilung benatworten mochte


Walter Reisinger schrieb am 14.03.2017 um 10:54 Uhr

Der Egoismus des Menschen ist unaufhaltsam,solange Geld eine wichtige Rolle spielt


Dieter schrieb am 16.02.2017 um 08:29 Uhr

Die Wirtschaft ist zum Wohle der Bürger da und nicht die Bürger als willige Masse für die Wirtschaft! 

Der Lobbyismus muß in einer echten Demokratie deutlich in die Schranken gewiesen werden. 

Es kann nicht sein,daß Gesetzenttwürfe in den Konzernzentralen geschrieben werden.

Eine Regierung die dies als Normal ansieht muß auf jeden Fall zurück treten! 

Die Politik muß dafür zuständig sein was die Wirtschaft darf und was nicht. 

Diese Zeit gab es durchaus in unserer jüngeren Geschichte,  z.B. unter Willy Brandt. 

Dies wäre schon mit einfachen Maßnahmen möglich. Mann müsste nur die allgemein Verbindlichkeit von Tarifverträgen wiederherstellen. 

Ob ihr es glaubt oder nicht,  dies war früher so.

Dadurch wäre die Lohndumpingfunktion von Harz4 aufgehoben. 

Mindestlohn gab es so gesehen schon lange, denn Tariflohn war faktisch Mindestlohn.

Es hat sich damals kein Unternehmen getraut nur Tarif zu zahlen, ein Unternehmen das etwas auf sich hielt legte noch etwas obendrauf! 

Gewinne schreiben und Beschäftigte frei setzen ging garnicht! 

Das Märchen von der Globalisierung zieht auch nicht, denn die gibt es seit den Fuggern, aber die haben immer darauf geachtet daß es ihren Mitarbeitern gut ging. 

Heute noch zu besichtigen in der Fuggerei in Augsburg!! 

 

 

 

 


Claudia Polzin schrieb am 22.11.2016 um 05:07 Uhr

Muss zugeben, hab nicht alles gelesen, aber  darüber nachgedacht und mir viel spontan ein Lied von Fanny v, Dannen ein. ;) Da ich selbst gern kreativ bin,  viele Ideen habe, mir aber  Zeit und Geld für Coaching und Mitarbeiter zur Umsetzung fehlen,   wäre ich erstmal  für ein kostenfreies professionelles Coaching kreativer Chaoten. Geld gezielt einzusetzen, kann für junge und ältere Kreative  leicht zur Überforderung werden. Kann jetzt nur für mich sprechen. (Außerdem brauch ich viel Geld!) Aber vielleicht gibt es das ja auch schon.  Aber sonst, guter Ansatz! Claudia

 


Ernst schrieb am 03.11.2016 um 09:19 Uhr

Dieser Vorschlag wäre der noch kurzsichtigere, schlimmere Kommunismus. Wir leben so extrem kurz. Für diese Zeit zu verzichten, nur damit andere profitieren, würde keinen Menschen motivieren, das ist nicht anders als beim Kommunismus. Wenn Sie schon ein anderes System wollen, so gibt es nue ein sinnvolles, nämlich Wohlstand für alle, Reichtum und Armut brauchen wir nicht und das heißt, was der große Platon schon erkannte. FLEISS muss belohnt werden, aber nur angemessen proportional dem Fleiß und keiner leistet mehr als 4 mal so viel wie der Durchschnitt. kein Mensch darf in einem einzigen Leben Milliardär werden, dies schließt Wohlstand für alle aus!! zwei Dinge sind Grundvoraussetzung. Erstens da Einkommen über 400 000 € im Jahr durch nichts zu rechtfertigen sind, muss alles darüber zu mindestens 95% besteuert werden wie früher (Pollitiker dürfen sich nicht von den Mächtigen bestechen lassen). zweitens die Mitarbeiter müssen (z.B. mit niemals verkäuflichen Aktien) an den Betrieben beteiligt werden. Erbschaftssteuer sind wie vermögenssteuer und Inflation ohne Ausgleich entschädigungslose Enteignung und damit verfassungswidrig und nur durch ideologischen neid zu erklären. Die alte Einstellung: Fleiß und Sparsamkeit sind die wertvollste Eigenschaft und müssen belohnt werden (nicht Gaunerei oder derggleichen) und wer so denkt, der arbeitet und spart für seine Kinder.

 


Andreas Krüger schrieb am 04.03.2016 um 13:02 Uhr

Hallo Christoph,

so lassen wir das jetzt einfach mal stehen.

Ich denke, letztlich ziehen wir am gleichen Strang. 

Viel Erfolg & die besten Wünsche, Andreas


Christoph Prüm schrieb am 04.03.2016 um 10:36 Uhr

Lieber Herr Krüger,

sie haben recht, der letzte Satz meines Kommentars wäre nicht nötig gewesen und fällt jetzt auf mich zurück. Wenn ich Sie damit gekränkt haben sollte, bleibt mir nur, Sie um Nachsicht zu bitten.

Ich denke, wir sollten das nicht so ganz dem Zufall überlassen ob sich die Welt zu einer gerechteren hin entwickelt. Im Rahmen dessen müssen wir darüber sprechen was denn überhaupt gerecht wäre. Der Vorschlag eines Grunderbes ist unser Beitrag zu diesem Gespräch. Würde ein Grunderbe nicht Ihre Schulungen unterstützen? Und würde die allgemeine Aussicht auf einen persönlichen, wenn auch kleinen Teil am Hinterlassenen nicht auch diejenigen in Ihre Schulungen bringen, die den Gedanken ökonomisch (und anders auch) selbständig zu werden sonst nie fassen würden? Sehen Sie mal die 15 oder 20.000 als eine im weitesten Sinne pädagogische Maßnahme, eine, die zudem mit extrem wenig Bevormundung verbunden ist. Das Grunderbe ist wie ein Sparschwein das man Kindern gibt - eines das schon rappelt natürlich.

In unserer Umfrage was jemand machen würde, wenn er ein Grunderbe erhielte kamen einige Antworten wie die Ihre, das Geld zu spenden. Das entspricht auch dem was der MDR an der Uni Weimar gefunden hat und finde ich natürlich völlig in Ordnung.

Meine Kinder haben auch nur einen relativ marginalen Betrag, etwa in der Höhe unseres Grunderbevorschlags bekommen. Der Rest soll dem Stiftungszweck dienen.

Ihre Arbeit klingt interessant. Vielleicht tun Sie ja mehr für die innere und äußere Selbständigkeit der nachwachsenden Generation als wir.

viele Grüße,

Christoph Prüm


Andreas Krüger schrieb am 04.03.2016 um 09:50 Uhr

Hallo Christoph, 

das klingt paranoid & als ob sie Andersdenkende weniger mögen.

Ich plane nichts großspurig. Ein Weltbild ändert sich von alleine & dies über einen sehr langen Zeitraum. Ob es sich in eine Richtung verändert, welche Gerechtigkeitssysteme auf fruchtbaren Boden fallen lässt, bleibt abzuwarten. 

Oder so ausgedrückt, dass niemand beleidigt reagiert: Vielleicht ist der Ansatz einfach seiner Zeit vorraus.

Die 15.000 € würde ich auch annehmen & wirklich Bedürftigen spenden. In meinem Testament stehen mehrere Hilfsorganisationen neben meinen Kindern. Meine Kinder mache ich zu Lebzeiten so stark, dass sich selbst ihr eigenes Leben gestalten können. Aber nicht nur die Eigenen. Ich halte Vorträge an Schulen um Kindern, Jugendlichen & jungen Erwachsenen das Rüstzeug in die Hand zu geben erfolgreiche Unternehmer zu werden.

 

Liebe Grüße, Andreas Krüger


Christoph schrieb am 23.02.2016 um 21:01 Uhr

Hallo Herr Krüger,

von hinten angefangen: Es ist gut allen Modellen zu misstrauen (und ihren Planern) die erst die Anpassung des Menschen einfordern, und dann gleich noch von 8 Milliarden auf einen Schlag ;-).

Etwa 2/3 der 17 bis 26ig-jährigen machen laut einer Untersuchung des Sparkassenverbandes „ernsthafte Sparanstrengungen“. Das deckt sich auch mit den Ergebnissen unserer eigenen Umfrage.

15.000 oder 20.000€ Eigenkapital mehr haben (ev. x 2) kann der entscheidende Auslöser für eine Unternehmung oder einen Hausbau sein. Oder auch für eine Ausbildung. Wir haben bei unserer Umfrage nur einen angetroffen der gesagt hat er würde das Grunderbe nicht nehmen.

Ja das ist national geplant. Das ist der einzige Rahmen in dem man das durchführen kann. Wenn es gelingt haben wir einen schönen Exportartikel.

Je großspuriger einer plant, um so weniger tut er vermutlich;-)


Andreas Krüger schrieb am 23.02.2016 um 12:31 Uhr

Deutschen 30-jährigen etwas zu vererben ist der Chancengleichheit
nach meiner Einschätzung nur bedingt zuträglich. Das ist national gedacht.
Die Geldelite hinterlässt der jungen Generation in diesem Lande,
durch Investitionen, ohnehin einen überquellenden Honigtopf.
(Infrastruktur in allen erdenklichen Bereichen / im Vergleich zum Rest der Welt). Davon abgesehen halte ich 15.000 Euro für zu wenig,
wenn man vorhat in Deutschland etwas damit zu starten.
Natürlich wird dieser Betrag mittelfristig konsumiert.
Die Idee, materielle Werte gleichmäßiger zu verteilen, ist löblich.
Zum Funktionieren bedarf es aber einem völlig neuen Weltbild
in den Köpfen von 8000000000 Menschen.
Ich persönlich halte - erst dann - ein global harmonisiertes System
der Grundversorgung, in Verbindung mit einem begrenzten Maximalvermögen,
für einen gangbaren Weg.


Christoph schrieb am 31.01.2016 um 09:07 Uhr

Hallo Hella,

ok, das kann man so sehen wenn man nicht genau hinschauen will. Angenommen es wäre so, dass die Menschen sich gegen Eigentum und Markt, für Planwirtschaft und Entlohnung ohne Leistungsbezug entscheiden würden wenn man sie nur ließe. Angenommen der Kapitalismus würde immer Gewalt brauchen um sich durchzusetzen bzw. am Leben zu erhalten, und das würde ihm (so wie es ausseht) praktisch immer gelingen - was wäre Ihre Strategie?

Unsere Strategie ist aufzuzeigen wo das kapitalistische, marktwirtschaftliche System sich selbst widerspricht, wo es in sich unlogisch ist. Wir wollen aufzeigen, dass das System der Vererbung wie es jetzt besteht, die Selbstbestimmung, die Freiheit und die Chancengleichheit des Individuums, die ja die Grundlagen und die Rechtfertigung dieses Systems sind, konterkariert. Wenn der innere Widerspruch eines Denk- oder Wirtschaftssystems allgemein bewußt wird, kann es so nicht überleben. Das ist die einzige legitime Art des Kampfes, die, die uns nicht selbst schmutzig macht, die Ghandi-Methode wenn man so will.

Gruß, Christoph Prüm

 


hella schrieb am 24.01.2016 um 01:38 Uhr

"Wo immer die Menschen frei entscheiden können, entscheiden sie sich für Eigentum und für ein Marktsystem."

 

Das ist historisch und aktuellpolitisch schlichtweg Quatsch.

Der Kapitalismus wird nur mit brutalstem Staatsterror der Reichen gegen die Armen in aller Welt künstlich am Leben gehalten.

Wer es nicht glaubt, schaffe Polizei und Militär, d.h., schaffe die "Staatsgewalt" ab und sehe, was dann passiert!

Sie sind wohl noch zu jung, um sich jener politischen und militärischen Verrenkungen zu erinnern, die das westliche Regime in den letzten hundert Jahren machen mußte, um zahlreiche Staaten in aller Welt von der FREIWILLIGEN Übernahme des Kommunismus abzubringen: Faschismus, Apartheid, zwei Weltkriege, Indochina-, Korea-, Vietnamkrieg, Putsch in Chile, Gräultaten der argentinischen Junta, Frankofaschismus, Schweinebuchtinvasion auf Kuba, CIA-Kontra-Mordserien in Paraquay, Biafra-Hungererpressung, Kongo/Afrika-"Krise(n)", die Gräueltaten der Franzosen in Algerien (bis zum heutigen Tage!), jene der Holländer in den fünfziger Jahren in der Südsee, Putsch des persischen "Schahs", Putsch des "Ajatollah Chomeni", ebenfalls in Persien(Iran), die Gräueltaten der persischen, pakistanischen (OST UND WEST-pakistan!) Machthaber gegen Menschen die nur im bloßen Verdacht standen, EVENTUELL mit der Idee des Kommunismus zu sympathisieren, Putsch und Militärdiktatur in Griechenland (Verschleppung Folter, Tod von zahlreichen Kommunisten), sechzig Jahre antikommunistische Hetze in nahezu allen Zeitungsblättern der westlichen Welt, Unterstützung übelster Diktatoren usw. usf. - UND DAS ALLES, obwohl die Leute sich niemals freiwillig für den Kommunismus entscheiden würden??? Wozu dann DER Aufwand?

Nicht glaubwürdig Ihr Erklärungs-Modell!

 


Christoph Prüm schrieb am 23.08.2015 um 10:48 Uhr

Hallo Tom,

ich glaube Ihnen; die paar Menschen die frei und logisch denken kommen zu dem Ergebis eines Gunderbes - oder wie immer man es nennen mag - für jeden Bürger.

Ich glaube auch nicht, dass damit alle Probleme auf einen Schlag gelöst wären, aber ein solches Recht auf eine Grundausstattung mit Kapital - auch wenn es wenig ist - würde ein stetiges Wachstum von Eigeninitiative, von Selbstermächtigung und persönlichem Bewusstwerden auslösen. Daran glaube ich wirklich.

Ja sicher ist es Wunschdenken. Das ist immer der Ausgangspunkt. Das Problem ist, dass das Grunderbe bzw. der freie Bürger keine wirkliche Interessenvertretung hat in diesem Lande. Die Politiker arbeiten um das nächste Mal wiedergewählt zu werden und buhlen um die einflussreichen Interessengruppen im Lande, die Eigentümer und Manager arbeiten sowieso für ihren privaten Nutzen, die Gewerkschaftler um Macht und Einfluss...

Es ist niemand freier und unabhängiger als wir. Wir sind eine handvoll Bürger die nach niemandem fragen brauchen. Arbeiten Sie mit uns. Wir haben einen Plan der immer konkreter wird wie wir das Recht eines jeden Einzelnen auf eine Grundausstattung mit dem nötigen in die Diskussion bringen können.

Gruß, Christoph Prüm


tOm~! schrieb am 23.08.2015 um 01:30 Uhr

Zu der gleichen Schlussfolgerung wie die Stiftung der Chancengleichheit kam ich auch gestern, ich schwöre es. Letztlich ist es nur eine Art Monopoly und ein Reset dort wäre nicht nur fair, sondern würde beide Seiten helfen. 

Jedoch ist das Wunschdenken, zudem wären damit nicht alle Probleme auf einen Schlag gelöst. An zuvielen Stellen im System hat man der Gier und Unvernunft so sehr die Tür geöffnet, dass es im Grunde egal ist, welches Leck man stopft, es werden immer wieder neue enstehen.

Zudem ist die Gesellschaft zu tief gespalten, oftmals aus Angst, Einschüchterung und Ignoranz gar nicht mehr in der Lage eine Position zu vertreten. 

Man erkennt in Deutschland ja größtenteils nicht einmal, dass wir längst in einer Diktatur leben, es wird ja in der Öffentlichkeit auch alles dafür getan, dass zu verheimlichen. 


Torsten schrieb am 12.08.2015 um 10:09 Uhr

Also wenn sich etwas ändern sollte , müssten hier ein paar Monopolkapitalisten mitlesen und unsere Meinung vertreten , tun sie aber nicht und das schlimme ist -die werden es auch nie tun bzw. an diesem System nichts ändern , da die sich alle in ihrem Profit verlieren. Ich arbeite bei Du**mann als Reinigungskraft und habe noch nicht ein einziges Bonus für meine Leistung erhalten obwohl das Unternehmen mehr als 1 Milliarde Umsatz im Jahr macht. Ich bin der der Überlegen muss wie er sich mal ein neues Auto finanziert etc. und obwohl ich mich viel mit meinem Arbeitgeben rumgetritten habe ist nichts aber auch rein gar nichts nach Berlin zur Hauptverwaltung gewandert, dass heist der kleine Mann geht unter weil mit absicht auf durchzug geschalten wird. Sieht man sich auf Youtube an, wer die Fäden der Weltwirtschaft in den Händen hat wird einem gar Angst und Bange! und diese Leute wollen das hier nicht, die wollen Macht- mit allen mitteln!

Der Mensch kommt aus der Sackgasse nicht mehr heraus, dazu müsste er in die Natur gehen, sich mit dem beschägftigen was noch vor 300 Jahren gnadenlos verfolgt und ermordet wurde- Menschen und Pflanzen die der Inquisation zum Opfer gefallen sind. 

Jeder würde nach einer Tasse Bilsenkrauttee , eine abreibung erleben die sich gewaschen hat und sich zweimal überlegen ober er Monopolkapitalist sein möchte oder nicht, denn die Wahrheit die diese Pflanzen vermitteln sollte man nicht so leicht von der hohen kannte werfen.Kein wunder das sie also fast  ausgerottet wurden und jetzt als Giftig dargestellt werden.

 


paul neustadt schrieb am 15.07.2015 um 17:38 Uhr

seugeTIER mus zu menschen erst werden. was mich stõrt ist das man sagt- kommunismus hat net funktioniert. man hat einen "saboteuer" lenin ins zarren-land eingeschleust- der dann revolution durchgekriegt hat mit dem verprechen kommunismus zuerrichten. wurde dann aber BEVOR er fertig war durch assasine geekt. danach hat stalin diktatur aufgebaut. komunismus gab es noch nie. bedenkt auch das komunismus eine grose gefahr fùr kapitalismus darstellt. deswegen werden die medien in kapitalist.-ländern komunismus schlecht reden. das was in russland net funktioniert hat ist 1917 schnell improvisiert worden... von einem der zu den reichen gehõrte, die welt verändern wollte- es gab leibeigene... heutzutage mit pc und handy ist zentral-marktwirtschaft zu organisieren ein klax. es wird davon ausgegangen das der mensch nix mehr macht wenn er essen/unterkunft hat- i denke nicht. wir sollten die resursen, solange die noch da sind, dazu nutzen der menschheit das verlassen der erde zu ermòglichen und nicht um pyramyden zubauen oder staatskassen fùllen. mega-teuere satiliten zu starten um zu kucken- ei von wo kommen denn die boessen fluechtlinge her... die erde waechst net- die bevõlkerung schon. wenn auswanderung zu mond bald nicht gibt wird kapitalismus nur durch krieg ueberleben oder? bestimmt ist es moeglich neues system ausarbeiten. onhe land-besitz/ ezistenz-sorgen. und ohne patente... einstein ist ein fuchs- sagt selber zeit ist relativ. aber im patent-amt arbeiten. wenn ich erst geboren wurde als es schon erfunden wurde- dann kann ich es nicht zweites mal erfinden... 


Christoph Prüm schrieb am 26.04.2015 um 18:29 Uhr

Herr Knoll,

ich glaube es war andersrum: Der Sozialismus hat zum Alkoholismus geführt, weil er nicht menschgemäß ist, nicht der Alkoholkonsum hat den Sozialismus kaputt gemacht.

Gruß, Christoph Prüm


Burkhard Knoll schrieb am 26.04.2015 um 15:04 Uhr

Der Sozialismus ist was wunderbares,leider ist er an zu viel Alkoholkonsum zusammengebrochen und der Propaganda aus dem "angeblichen" Goldenen Westen mit ihrer Arbeitslosigkeit, hohen Mieten und sonstigen Schwachsinn mit einbegriffen der Börse in New York, die die Welt mit ihren Spekulationen (schmutziges Geld) regieren will. Und an alle ehemaligen DDR-Bürger (80er Jahre) mit ihrem hohen  Alkohol - und Bierkonsum ! Es  ist kein Wunder, das der Sozialismus da dran gescheitert ist. Karl Marx würde auferstehen, wenn er dieses erführe. Für die Menschheit muss man sich schämen, wenn man an alle Kriege der Welt heute denkt und an die Hetze gegen Russland.


Christoph Prüm schrieb am 19.04.2015 um 08:13 Uhr

Hallo Herr Schwarz,


wenn jemand eine Firma erbt, die 1 Milliarde wert ist, dann ist das in der Regel eine Aktiengesellschaft o.ä.; wenn nicht lässt sich eine draus machen. Davon müssten vielleicht 40 oder 50% oder mehr Abgabe in den Erbausgleichsfonds gezahlt werden. Alledings nicht an den Staat, das haben Sie falsch verstanden.

Aber richtig, diese 40 oder 50% der Firma müssten in der Regel auf dem freien Markt verkauft werden. Zum Beispiel an die, die das Gunderbe erhalten haben. Denn das, was von dem reichen Erben an Kapital in den Fonds abgegeben wird, verschwindet ja nicht vom Markt, es bleibt ja da; es liegt dann in Form der Grunderbschaften vor. Das ist der grundlegende Unterschied zu einer Erbschaftssteuer, die in den Staatshaushalt geht und erst mal Kapital vom Markt abzieht.

Es könnten also gut die jungen Mitarbeiter des Unternehmens sein, die mit ihren erhaltenen Grunderbschaften die auf dem Markt angebotenen Anteile ihrer Firma kaufen. Es muss aber nicht so eins zu eins aufgehen, dass jeder sich in seine Firma einkauft, das kann man getrost dem Markt (das heißt den einzelnen Menschen) überlassen. Klar ist jedenfalls, es verschwindet kein Kapital, es wird nur das, was sowieso laufend leistungslos verteilt (= vererbt wird) gerechter verteilt.

Ginge die Beispielfirma oder wesentliche Teile davon in Staatsbesitz über, hätten wir einen Staatskapialismus mit einer noch größeren Machtkonzentration auf wenige. Wir trauen heute unseren Politikern schon nicht, wieso wollen denn manche Leute ihnen zu der politischen Macht auch noch alle wirtschaftliche Macht in die Hand geben?

Nein es gibt keine grundsätzlich bessere Variante des Sozialismus, das ist eine Ilusion. Die Menschen wollen Eigentum weil es sie schützt, entweder vor der Ausbeutung durch Großkapiatlisten oder vor der totalen Bevormundung durch die herrschende politische Kaste. Dieses Eigentum brauchen sie meiner Meinung nach auch um wirklich beteiligt zu sein, um grundlegende Erfahrungen zu machen und um zu wachsen.

Gruß, Christoph Prüm


Maik Schwarz schrieb am 19.04.2015 um 07:38 Uhr

Klingt im ersten moment ja ganz nett, aber ich halte es nicht für realisiertbar. mal abgesehen von den tricks beim umgehen der erbschaftsteuer. gehen wir mal davon aus, dass es so funktioniert wie sie sich das denken, wie soll das praktisch dann aussehen. beim geldvermögen seh ich da kein problem, aber was ist mit dem "festen" vermögen des vererbenden. wie geht man mit einer firma um die 1mrd. € wert ist. die geht dann doch erstmal an den staat über. und dann? dann müsste jemand diese firma kaufen sonst kann der reichtum nicht auf die bedürftigen verteilt werden.dazu braucht er käufer erstmal geld. woher nimmt er das?! entweder er hat es übrig (dann kommt es schlicht zu einer anhäufung von vermögen) oder er nimmt kredite auf. bei letzterem will und muss er diese auch wieder zurückzahlen um dies sicher tun zu können wird er maximalen gewinn beabsichtigen (was auch der tun würde der das geld übrig hat). das system wird damit nicht geändert. letztlich würde man mit dieser idee nur dafür sorgen, dass großkapitalisten häufiger investieren müssen. das können sie nur bei häufiger werdenden großen gewinnen. also eine schraube ins uferlose. die neuen gewinne würden im übrigen nur finanziert werden können, in dem man den menschen die durch die idee etwas mehr bekommen sollen  wieder ausbeutet. schiebt man da dann einen riegel vor und behält die firmen in staatseigentum, kann der bestehende reichtum gerecht verteilt werden,nämlich dadurch,dass die gewinne aus dem unternehmen der allgemeinheit zugute kommen. in dem damit beispielsweise der öpnv,theater usw. finanziert werden kann un dim gegenzug dafür dann keine steuermittel mehr benötigt werden. wenn sie mich fragen läuft es am ende immer darauf hinaus, dass es im bestehenden system des kapitalismus keine chance auf gerechtigkeit geben kann, eben weil das vermögen immer den selbstvermehrungscharakter hat.was bleibt ist dann der sozialismus, der einfach besser umgesetzt werden muss als damals.


Christoph Prüm schrieb am 14.03.2015 um 13:47 Uhr

Sehr geehrter Herr Vierke,

ganz so naiv wie Sie denken ist die Sache nicht. Erbschaftssteuer-Vermeidungsstrategien gibt es heute schon, sie gelingen aber nicht 100%ig. Vermögenswerte wie Firmen oder Immobilien lassen sich nicht so einfach verstecken. Wäre das so wäre wie Sie glauben, dann gäbe es heute auch keine Erbschaftsteuereinnahmen. Schenkungen sind steuerlich übrigens auch heute schon den Erbschaften gleichgestellt.

Sie haben wahrscheinlich aber insofern recht, dass man die Abschöpfungen von Erbschaften und Schenkungen aus politischen Gründen und wegen der Vermeidungsstrategien nicht beliebig in die Höhe treiben kann. Gerade dann ist es aber geboten diese Ausgleichszahlungen nicht, wie es heute mit der Erbschaftssteuer geschieht, im allgemeinen Haushalt zu verbraten sondern sie gezielt an diejenigen auszuschütten die sonst kein "Startgeld" erhalten würden. Dann würden diese begrenzten Beträge zweimal ausgleichend wirken.

Christoph Prüm


Colin Vierke schrieb am 14.03.2015 um 10:53 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren,

ersteinmal möchte ich sagen, dass die Idee gleicher Startchancen für Jedermann auch bei mir auf große Zustimmung trifft. Dennoch halte ich den hier präsentierten Lösungsvorschlag für reichlich naiv. Ein Erbausgleichungssystem könnte zu einfach umgangen werden. Wenn jemand seinen Nachkommen weiterhin sein Geld vermachen wollte, so könnte er es ihnen immernoch im hohen Alter und vor seinem Tod einfach schenken. Somit würde sich nichts an der aktuellen Situation ändern. Ich bitte darum, einmal genau über diesen Einwand nachzudenken.

MFG

Colin Vierke


Christoph Prüm schrieb am 25.02.2015 um 12:43 Uhr

Sehr geehrter Herr Petrusevski,

ich danke Ihnen sehr für die Mitteilung Ihrer Erfahrungen. Ich glaube Sie liegen mit Ihrer Einschätzung richtig. Seit der Kapitalismus praktisch seinen Gegner verloren hat, werden seine negativen Auswirkungen immer deutlicher. Jemand der kein Kapitalist ist, also kein Kapital hat, oder auch nicht gelernt hat damit umzugehen, wird bei dem Spiel der Verlierer sein gegenüber denen, die Kapital in hohem Maße erben und gelernt haben es geschickt einzusetzen.

Auch mit Ihrer Einschätzung zu unserem "Plan" haben sie völlig recht. Er muss sehr gut vorbereitet sein. Wir haben, so sagt ein Freund von mir, "nur einen Schuss". Der muss dann sitzen.

Herzlichen Gruß!

Christoph Prüm


Boris Petrusevski schrieb am 25.02.2015 um 12:05 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, sowie Mitleser!

Ich bin schon ueber 70 Jahre alt. Ich habe als qualifizierter Arbeiter in mehreren sozialistischen Unternehmen gearbeitet und einige Jahren auch in kapitalistischen Unternehemens. Ein Arbeiter bei Kapitalisten ist nur jemand, wenn er auch ein guter Arbeiter ist, sonst nishts. Leider bei den sozialistischen Unternehmer, kann auch ein schlechter Arbeiter gut existieren und leben! Die Kapitalisten zahlten die Arbeiter viel mehr fuer die erledigte Arbeit und die Leiter in sozialistischen Fabriken dagegn allen Arbeiter zahlten gleich, egal ob sie alle genug und gut gearbeitet hatten. Das war  fuer die Sozialismuseine Katastrophe.Warum, meiner Meinung nach, Kapitalismus ist boese, aber auch, Sozialismus ist/war schlecht! Kapitalismus ist nicht nur boese, sonder ein blutsaugende Kapitalizmus. Bis die Niederlage des Sozialismus, (1990) der Sozialistischen Lager, die Arebeiter der kapitalistischen Laender hatten viele Rechte. Jetzt aber nicht mehr. Warum? Weil sich die Kapitalisten um ihren Geld fuerchteten, und darum zahlten viel mehr, um den Arbeitern zubeweisen, dass sie ,mehr* fuer die Arbeiter und ihre Existenz denken als in Sozialistischen Laender,  und dabei, die Grosskapitalisten ueber 70 Jahren den Sozializmus vergewaltigten und unter Druck stellten.  die einamal gegebenen Rechte zurueck zu nehmen. Jetz aber, nach dem Sturz des Sozializmus, leben die Kapitalisten ruhig, ohne Angst und Strecken um ihren Existenz. Und zum Tema:Der Plan! Der Plan fuer *Erbausgleichsfond* kann gut sein, wenn man ihn auch gut vorbereitet


Christoph schrieb am 26.01.2015 um 15:43 Uhr

Hallo Florian,

ja, dass kann einem schon Angst machen wenn man sich die selbsternannte Führungsnation unter diesen Aspekten anschaut.

Wir wollen den Crash eigentlich mit einem Grunderbrecht verhindern :-). Uns scheint das der einzige Weg zu sein. Die sozialistische Methode (alles gehört allen = niemand etwas) hat sich ja als unbrauchbar erledigt.

Jedenfalls werden die Probleme, die durch die zunehmende Kapitalkonzentration entstehen uns entgegenkommen, das ist keine Frage. Wir müssen nur den Gedanken des Grunderbrechtes zumindest als eine mögliche Option in die Diskussion und in die Köpfe bekommen. Der Druck kommt von selber. Dann brauchen wir uns nur hinsetzen und warten :-)

Das einzige Problem das ich sehe ist, dass wir das nicht schnell genug schaffen, und die Köpfe eingeschlagen sind bevor wir etwas reinbringen können...

 

Gruß, Christoph 


Florian schrieb am 26.01.2015 um 12:34 Uhr

Alles ist richtig, die Spirale dreht sich immer schneller und die Demokratien werden

agressiver. Als Vorbild sind die USA nicht mehr geeignet (70 Kriege in 70 Jahren,

Folter, Söldner, Tötungsbefehle vom Präsidenten ) Auch das Gerichtswesen neigt sich immer mehr zum Kapital, Anwälte zu bezahlen ist für viele Bürger nicht mehr möglich. Die großen Vermögen vermehren sich weltweit durch Steuervorteile und

die Verarmung des Mittelstandes ist nicht aufzuhalten. Jetzt kommt noch die Zins-und Inflationspolitik hinzu - diese erschwert noch eine Vermögensbildung der unteren Schichten.......

weiter so und der crash kommt hoffentlich bald


Stefan Wehmeier schrieb am 17.10.2014 um 19:44 Uhr


Was ist "Kapitalismus"?

Es versteht sich wohl von selbst, dass uns mit dem vulgärökonomischen Begriff,wie er, schwammig und nichts sagend, landauf und landab täglich millionenfachbenutzt wird, nicht gedient ist. Wir müssen, wenn wir uns über eine Sacheverständigen wollen, ganz exakte Vorstellungen haben, d. h. es muss jeder beimAnhören der Bezeichnung den gleichen Begriff haben, den derjenige meint, derdie Bezeichnung setzt. Wenn nun aber, wie in unserem Falle, eine Bezeichnung offensichtlichbereits vielerlei Vorstellungen zum Inhalt hat, muss man sich wenigstens fürdie Untersuchung, mit der man sich eben abgibt, auf eine ganz bestimmte aberausschließlich geltende Definition einigen. Es hätte keinen Sinn, vor derDiskussion darüber zu streiten, welche Definition die richtige ist - das lässtsich überhaupt erst voll beurteilen, wenn wir in der Diskussion "auf Grund"gekommen sind. Noch weniger angebracht ist es natürlich, von vornherein aufeiner populären Definition zu beharren, die nach der Auffassung eines Autors,der etwas Spezielles erklären will, für diese Erklärung unbrauchbar ist. Diesvorausgeschickt wollen wir jetzt die Definition des Begriffes "Kapitalismus"festlegen:

Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, das primär aufdie Erzielung von Kapital-Ertrag ausgerichtet ist.

Um die Logik dieserDefinition noch etwas zu unterstreichen, dürfen wir wohl darauf hinweisen, dasseine jede Bezeichnung umso klarer und unmissverständlicher ist, je genauer siedas Charakteristikum der Sache trifft. Also, wenn wir von Kapitalismus reden,wollen wir doch zum Ausdruck bringen, was diesem System im Gegensatz zu anderendenkbaren Systemen das Wesentliche ist. Wesentlich ist aber diesem System nurder Kapital-Ertrag, nichts anderes. Ohne hier schon in eine kritischeBetrachtung des Marxismus eintreten zu wollen, würde bei dieser Definitionbereits zu beachten sein, dass der bei Karl Marx am häufigsten vorkommende Begriff"Profit" nicht mit dem Begriff Kapital-Ertrag identisch ist, sondernin Bausch und Bogen, ohne Unterscheidungen Unternehmerlohn, Risiko-Ausgleich,Gewinn und Kapitalzins zusammenfasst. Dieser ressentimentgeladene Begriff "Profit"stellt also ein Konglomerat von verschiedenen Begriffen dar und ist für eineexakte Klärung der Dinge, wie wir noch sehen werden, einfach unbrauchbar.

http://opium-des-volkes.blogspot.de/2014/10/uberwindung-des-kapitalismus.html


Philipp H schrieb am 28.09.2014 um 13:51 Uhr

Hallo liebe Leser,
eine geniale Website zu diesem Thema!

Schön, dass es eine solche Stiftung gibt.

Ich selbst beschäftige mich mit diesem Thema und habe eine kleine Geschichte:

Das Robinson Crusoe Beispiel:

In einer stürmischen Nacht irgendwo in der Südsee kommt es zur Katastrophe. Ein Schiff geht in den Fluten der Meere unter. Wie durch ein Wunder überleben 10 der Passagiere das Unglück, weil die Strömung sie an eine einsame Insel angespült hat. Als die zehn Gestrandeten aufwachen überkommt ihnen sofort ein unbeschreibliches Hungergefühl. Sie machen sich auf und erkunden die Insel. Die zehn teilen sich auf, um so schneller die komplette Insel erkunden zu können. Neun konnte nichts auf der Insel finden, was auch nur annähernd essbar ist. Nur einer fand in seinem Suchgebiet etwas. Was er fand, waren  genau 10 Kokosnusspalmen, die nur an einer Stelle der Insel wachen. An jeder dieser Palmen wird jeden Tag genau eine Kokosnuss reif.

Die zehn gestrandeten können ihr Glück kaum fassen. Die jubeln und tanzen vor Freude. Doch als sich die neun anderen eine Kokosnuss von den Bäumen pflücken wollten, da hielt sie der zehnte zurück und sagte: „Liebe Inselbewohner, diese Palmen habe ich gefunden und somit gehören auch mir die Kokosnüsse, die daran jeden Tag gedeihen.“ Die neun glauben nicht was sie da hörten. Doch bevor sie etwas erwidern konnten fuhr der Zehnte fort: „Allerdings bin ich mir über eure Situation bewusst und möchte euch daher alle neun, als meine neuen Mitarbeiter einstellen.“ Diese Insel bietet alles was wir zu Leben brauchen. Frische Kokosnüsse, Seeluft und eine wunderbare Landschaft. Wir leben im Paradies. Doch es gibt noch viel zu tun. Fünf von euch müssen mir einen Palast dort auf dem Hügel bauen. Drei weitere von euch müssen sich um eure Baracken kümmern, die wir am besten etwas abseits von meinem Anwesen platzieren. Und einer von euch muss mir jeden Tag die Kokosnüsse von meinen zehn Palmen pflücken. Dann bekommt ihr auch etwas von meinem Besitz ab.“ Die Neun anderen nickten und gingen an die Arbeit. Als die Sonne den unendlich weit weg scheinenden Horizont berührte, durften die Neun ihre Arbeit niederlegen. Jetzt kamen sie zum Zehnten, der ihnen ihren Lohn auszahlte. Die Neun sollten jeden Tag genau eine der zehn Kokosnüsse für ihre Arbeitskraft erhalten. Die anderen neun Kokosnüsse waren für den Zehnten bestimmt. Es machte sich Unmut unter den Angestellten breit. Nur eine Kokosnuss für alle neun? Ist das etwa gerecht? Als sie den Zehenten mit ihrem Anliegen konfrontierten antwortete dieser ihnen: „Arbeitet hart und fleißig. Den besten von euch mache ich zu meinem Chefsekretär. Dieser bekommt dann ein größeres Stück von eurer Kokosnuss. Und diejenigen, die am wenigsten leisten haben doch auch weniger von eurer Kokosnuss verdient, oder etwa nicht?“ Die Neuen waren mit dieser Antwort nicht zufrieden. Einer der Neun wollte sich das nicht gefallen lassen und wollte dem Zehnten widersprechen, doch er wurde von einem andern Unterbrochen, der ihm zurief: „Du hast heute weniger gearbeitet als der Rest von uns. Wir haben die schweren Balken für den Palast geschleppt und du hast nur das Dach mit Palmenblättern belegt. Du sollst einen geringeren Anteil bekommen.“

Die anderen stimmten zu. Alle hatten großen Hunger und wollten einfach nur ihren Anteil an der Kokosnuss. Auf Diskussionen war für heute keiner mehr aus. Und so ging der erste Tag im Paradies vorüber.

 

Weitere Infos unter: www.kapitalismus-fuer-alle.de

Grüße

Philipp


André Gruszkowski schrieb am 19.09.2014 um 19:45 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, sowie Mitleser,


ich finde die Idee und die Informationen auf dieser Internetseite sehr interessant!

Sie haben bereits einige Hürden mehr genommen und können mir ein Vorbild sein! Ich werde Ihnen in der nächsten Woche Ausfertigungen meiner AnnenStiftung zusenden, mit der Bitte um Austausch und Ergänzung!

Meiner Meinung nach stehen wir Menschen ganz am Anfang des demokratischen Lernprozesses! So stehen die Forderungen unserer Vorfahren letztendlich auch im Jahre 2014 immer noch nicht im Einklang einer lebendigen Basis-Demokratie!?

Ich weiß nicht welche Rückschläge Sie erfahren haben? Ich habe, seit dem ich mich mit den Themen Schulden und der Basis-Demokratie befasse, immer wieder böse Prügel bezogen und wurde auch mehrfach der wirtschaftlichen Existenz bedroht! Dennoch lohnt es sich weiterzumachen, da inzwischen Ideen im Austausch sind! So gesehen tausche ich mich nun mit Ihnen aus und WIR können manche Überlegungen neu betrachten, auswerten und bilanzieren! Entscheidungen müssen manchmal ja nicht sofort Richtig sein!? Schön ist es selbstverständlich schon!! Aber wenn ALLE mitentschieden haben, dann stellt sich bei Fehlern nicht die Frage nach der SCHULD, sondern wir fangen wieder von vorn an und lösen bzw. verbessern die Problembereiche! Selbst wenn WIR nun heute chancenlos mit manchen Überlegungen sind, so bleibt uns dennoch der Versuch!!! Und diesen nutze ich nun gerade!!! Vielen Dank!



Christoph Prüm schrieb am 26.08.2014 um 15:28 Uhr

Hallo Herr Wehmeier,
 
unter Argumenten verstehen wir etwas anderes. Ihr Diskussionsstil ist uns aber von anderen Vertretern der Freiwirtschafts-und Schwundgeldtheorien nicht ganz unbekannt. Wir denken, mancher dessen Argumente dünn sind, der beleidigt ersatzweise.

Stefan Wehmeier schrieb am 25.08.2014 um 20:38 Uhr

Angenommen, der hier propagierte Unsinn ließe sich durchsetzen, wäre damit nichts gewonnen, wenn nicht auch gleichzeitig eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform durchgeführt wird. Nach einer freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform kann man auf den hier propagierten Unsinn aber auch verzichten:



Christoph schrieb am 30.06.2014 um 12:11 Uhr

Emanuel:
auf der Seite "Grunderbe" und den "FAQs" ist die Verteilung des Grunderbes beschrieben. Der Anspruch ergibt sich im Wesentlichen aus dem Alter, und die Höhe aus der Summe der Abschöpfungen eines bestimmten Jahres / durch die Anzahl der Anpsruchsberechtigten. Eigentlich recht einfach. Die Bildungsqualifikation der Empfänger würde ich nicht zu hoch hängen. max. Berufsabschluss. Der Anspruch auf einen angemessen Teil an den Ressourcen der Erde entsteht durch die Geburt und muss grundsätzlich nicht erarbeitet werden.
Klar könnte der Staat mit höheren Erbschaftssteuern Schulden tilgen. Das große Ziel jedem sein Teilnahmerecht zu geben würde damit nicht erreicht.

Emanuel schrieb am 30.06.2014 um 11:08 Uhr

"Wir können für die jungen Erwachsenen unserer Gesellschaft faire, vermögensbasierte Startbedingungen schaffen, dann, wenn sie in den Markt eintreten".
Da liegt leider die Krux. Wer verteilt das vorher eingezogene Kapital, und wer bestimmt die Regeln? Wie qualifizieren sich die Empfänger?
Wie wäre es, wenn man das eingezogene Kapital zur Rückzahlung staatlicher Schulden benutzt, mit der Bedingung, dass es auschließlich für Bildungszwecke benutzt wird und der Staat keine neuen Schulden machen darf?



Christoph Prüm schrieb am 03.03.2014 um 08:54 Uhr

@Johannes
Sie haben mit Ihren Ergänzungen natürlich recht. Uns geht es darum auf eine (die?) Kernfrage aufmerksam zu machen. Deren Lösung wird erhebliche Auswirkungen auf die von Ihnen angesprochenen Probleme haben:
Der Zwang zu Wirtschafswachstum wird gerade deshab anhalten, weil das Kapital so ungleich verteilt ist. Wer nichts hat ist hochgradig auf unselbständige Arbeit (strampeln) angewiesen weil er an den steigenden Kapitaleinkommen nicht partizipieren kann. Vollbeschäftigung ist bei steigender Produktivität aber nur durch dauernde Ausdehnung der Produktion zu erhalten. Eine nachhaltig wirtschaftende Gesellschaft ohne umweltschädliches quantitaives Wachstum  kann ich mir nur vorstellen, wenn das Kapital im angesprochenen Sinne angemessen "rezirkuliert", und jeder der auf die Welt kommt das bekommt was er (sein pysicher Körper) nun mal braucht, und was die, die weggehen aus der Welt ja nicht mitnehmen konnten.
Und klar gilt das Gesagte nicht nur national sondern auch weltweit, sitzen wir doch alle in einem Boot. Lassen Sie uns ein Grunderbrecht hier installieren und dann "exportieren" wir es.


Johannes schrieb am 02.03.2014 um 12:27 Uhr

Sehr verständlicher Text, vor allem das Bild vom Monopoly-Spiel.
Leider ausgeblendet bleibt national das Steuerrecht (im Jargon der Linken den "Bauch" abschaffen für Steuergerechtigkeit) und global das Problem der "Grenzen des Wachstums"(Meadows), also das Problem, der endlichen Rohstoffe bei zunehmender Weltbevölkerung (und auch das damit verbundene Nebenproblem: Klimakatastrophe innerhalb der nächsten Jahrzehnte).
Was mir auf den ersten Blick noch einfällt, fehlt auch der Gedanke vom Leben auf Kosten anderer im internationalen Bereich (Nord-Süd-Gefälle), vgl. dazu bspw. Jean Ziegler (Imperium der Schande).
Viel Erfolg bei der zumindest in den gesehenen Punkten völlig berechtigten Initiative.
PS: Schreibfehler "Das richtigen Probleme".

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 Kapitalismus kann für alle ein gutes Spiel werden...


...wenn fairerweise nach jeder Runde die Karten neu verteilt werden.

 

interessante Links:

Soziale Ungleichheit

Moderner Feudalismus